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Erholungswald für Reiter, Fahrer und Besucher

Der Gestütswald des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts Neustadt (Dosse) bietet zukünftig als „Erholungswald“ die Möglichkeit zur aktiven Erholung und der waldbezogenen Bildung in Verbindung mit dem „Sanssouci der Pferde“.

Minister Vogelsänger und Forstdirektor Hubertus Kraut pflanzten mit jungen Helfern Bäume im Erholungswald der Neustädter Gestüte.

Am 9. November standen in Neustadt (Dosse) einmal nicht die Pferde im Mittelpunkt des Geschehens. Es war der Tag der Bäume. Im Rahmen des Projekts „Erholungswald“ wurde unter der Federführung des Landesbetriebes Forst Brandenburg eine Lindenallee angepflanzt. Der eigens aus Potsdam angereiste Forstminister Jörg Vogelsänger griff selbst tatkräftig zur Schaufel. Unterstützt wurde er durch Hubertus Kraut, Direktor des Landesbetriebs Forst Brandenburg, Amtsdirektor Dieter Fuchs und Revierförster Roland Protz mit seinen Mitarbeitern. Die Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) wurde durch Geschäftsführerin Regine Ebert und den kommissarischen Landstallmeister Uwe Müller vertreten. Auch sein Amtsvorgänger Dr. Jürgen Müller ließ es sich nicht nehmen mit anzupacken. Die Pflanztruppe wurde durch eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus Neustadt (Dosse) komplettiert. Ihre Einbindung lag den Organisatoren besonders am Herzen, denn wie in der Pferdezucht gilt auch für Wälder Denken in Generationen. „Die Stecklinge, die heute gepflanzt werden, können erst unsere Kinder und Enkel als prächtige Baumriesen bewundern“ erläuterte Vogelsänger.

Mit dem Kremser ging es zum Pflanzort und nach getaner Arbeit weiter zum Sendenplatz, wo ein großer Findling an den im ersten Weltkrieg gefallenen Sohn des damaligen Landstallmeisters Werner Freiherr von Senden erinnert. Während des Waldspaziergangs erläuterten die Forst-Experten viel Wissenswertes zum Baumbestand und zur Pflege des Waldes.

Das Prädikat „Erholungswald“ tragen in Brandenburg nur drei Wälder, neben dem Neustädter Gestütswald der „Wildpark“ in Potsdam und der „Tiergarten“ in Königs Wusterhausen. Insgesamt werden 2015 und 2016 170.000 Euro in den Neustädter Gestütswald investiert, die hauptsächlich in die Erneuerung des 4,5 km langen Wegesystems, die Komplettierung von Erholungseinrichtungen und in Informationstafeln fließen. Auch eine historische Pferdetränke soll wieder hergestellt werden. Die Angebote des Erholungswalds laden die lokale Bevölkerung und Besucher der Neustädter Gestüte ein, den Wald zu entdecken und als Ort der Entspannung und Inspiration zu genießen. Reiter können sich über einen neuen Reitweg mit Gelände-Hindernissen freuen, der besonders in der Jagdsaison zu Ehren kommen dürfte. Die nächste Hubertusjagd auf dem Gestütsgelände findet am 15. Oktober 2016 statt. Am 21. Mai und am 8. Oktober 2016 bieten die Forstbehörde und die Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt geführte Kremsertouren mit Revierförster Roland Protz in den Erholungswald an.